Exil des spanischen Ex-Königs

Juan Carlos soll Spanien heimlich verlassen haben

Juan Carlos wird der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung nach seiner Abdankung im Juni 2014 verdächtigt

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Schon bevor er seine Auswanderung offiziell erklärte, ist Juan Carlos Berichten zufolge ausgereist. Demnach soll er sich in der Dominikanischen Republik aufhalten.

Der frühere spanische König Juan Carlos hat sein Land Medienberichten zufolge schon vor der amtlichen Ankündigung seiner Auswanderung heimlich verlassen. Die Zeitung ABC berichtete, dass sich Juan Carlos nun in der Dominikanischen Republik aufhalte. Auch El Mundo und La Vanguardia meldeten, der frühere König wolle für einige Zeit bei Freunden in dem Karibikstaat leben.

Der 82 Jahre alte Vater von König Felipe VI. sei bereits am Wochenende ausgereist, berichten der öffentlich-rechtliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien unter Berufung auf das Königshaus.

Am Montagabend hatte das Königshaus in Madrid einen Brief von Juan Carlos veröffentlicht, in dem der Bourbone seinem Sohn und Nachfolger Felipe (52) seine Absicht mitteilt, wegen einer Ermittlungsaffäre ins Ausland ziehen zu wollen. Damit gibt der "rey emérito", der emeritierte König, erstmals nach 58 Jahren seine Residenz im königlichen Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid auf.

"Angesichts der öffentlichen Auswirkungen, die gewisse vergangene Ereignisse derzeit verursachen", wolle er mit seiner Entscheidung die Arbeit seines Sohnes als Staatschef erleichtern, schrieb Juan Carlos in deutlicher Anspielung auf die vom obersten Gericht Anfang Juni gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen.

Gattin Sofía wird laut Medien nicht mit ins Ausland gehen. Die 81-Jährige hatte bereits vor einigen Tagen ihren Sommerurlaub auf Mallorca begonnen. Auf der Mittelmeerinsel werden ihr Sohn Felipe, Königin Letizia (47), Kronprinzessin Leonor (14) und Infantin Sofía (13) am Freitag erwartet. Die familia real wird wieder in ihrer Sommerresidenz unterkommen, dem Marivent-Palast bei Palma.

Im Skandal geht es um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau einer Schnellbahnstrecke in Saudi-Arabien durch ein spanisches Konsortium. Juan Carlos soll 2008 von den Saudis 100 Millionen US-Dollar kassiert haben. Damals genoss er als Monarch noch Immunität.

In Zusammenhang mit dieser Zahlung wird Juan Carlos aber der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung nach seiner Abdankung im Juni 2014 verdächtigt.

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