Mallorca Tourismus

Der "Ballermann" auf Malle soll der Vergangenheit angehören

Corona macht es möglich: Diese Bilder vom "Ballermann" in Mallorca sollen der Vergangenheit angehören

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GERMAN PRESS GROUP

Dort, wo um diese Jahreszeit Tausende deutsche Mallorca-Urlauber ausgelassen feiern würden, sitzen nun Spanier und Residenten in den wenigen geöffneten Lokalen. Der Strand ist relativ gut besucht – doch statt Deutsch wird hier fast ausschließlich Spanisch oder Katalanisch gesprochen. Die Mallorquiner haben sich ihre Playa de Palma zurückerobert, so scheint es.

Wegen der Coronakrise steht das normale Partyleben am „Ballermann“ derzeit weitestgehend still. Die großen Partytempel Bierkönig und Megapark sind noch immer wie im Winterschlaf. Derzeit ist es mehr als fraglich, ob hier die Ballermann-Stars wie Jürgen Drews, Mickie Krause, Mia Julia oder Peter Wackel in dieser Saison überhaupt noch einmal einheizen können.

Denn nach dem Willen der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol sollen die Großraum-Locations Bierkönig, Megapark und Co. so lange dicht bleiben, bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Dies kündigte die Sozialistin in einem Interview an.

Das Infektionsrisiko sei in Nachtclubs und Discos einfach zu groß, eine Kontrolle von Sicherheitsabständen kaum möglich. Damit dürfte die Regionalpräsidentin die letzten Hoffnungen deutscher Urlauber, in diesem Sommer doch noch am Ballermann den gewohnten Partyurlaub machen zu können, im Keim erstickt haben.

Eigentlich hatte die dritte Phase des vierstufigen Corona-Exit-Plans, mit dem Spanien in eine „neue Normalität“ zurückkehren will, eine Wiedereröffnung auch von Nachtclubs und Diskotheken vorgesehen. Diese vorletzte Stufe ist am Montag auch auf Mallorca in Kraft getreten.

Doch für Armengol ist die Wiederbelebung des Nachtlebens „nicht vordringlich und nicht adäquat“, wiederholte die Ministerpräsidentin am Wochenende bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz. Heißt: Mallorca geht einen Sonderweg und lässt Discos und Nachtclubs weiterhin dicht.

Schon in den vergangenen Wochen hatte die Balearenregierung bei der spanischen Zentralregierung in Madrid angeregt, besonders riskanten Hotspots wie Diskotheken und Nachtclubs vorerst keine Öffnungsgenehmigungen zu erteilen.

Man befürchte, dass die wichtigen Abstandsregeln von feiernden und alkoholisierten Urlaubern nicht eingehalten werden. Und wozu solche Zustände führen können, hatte sich zu Beginn der Pandemie im österreichischen Ferienort Ischgl gezeigt. Gar nicht auszudenken, wäre die Pandemie erst in der Hochsaison gestartet: Es wäre ein rauschendes Fest am Ballermann geworden – vor allem für Covid-19.

Offenbar will die Balearenregierung die Coronakrise nun tatsächlich nutzen, um die ungeliebten Big Player an der Playa de Palma aus dem Spiel zu nehmen. Schon seit vielen Jahren wird versucht, mit Benimmregeln und Auflagen gegen den Sauftourismus in den Partyhochburgen an der Playa de Palma, im vor allem bei britischen Urlaubern beliebten Ort Magaluf und an der Ausgehmeile Paseo Marítimo in Palma vorzugehen.

Gelungen ist es der Politik bisher nicht. Sollten die Partytempel Bierkönig und Megapark, die jedes Jahr im Sommer Hunderttausende partywütige Urlauber anziehen, nun zwangsweise geschlossen bleiben, würde ein großer Anreiz für einen Partyurlaub auf Mallorca wegfallen.

„Das Eimersaufen ist Geschichte“, wird Armengol schlagzeilenträchtig in dem Interview zitiert. Dieses Kapitel deutscher Partykultur am Ballermann ist zwar schon seit einigen Jahren im Zuge der Benimmregeln in den Party-Hotspots verboten. Doch die Ministerpräsidentin will damit wohl an die Adresse der deutschen Urlauber gerichtet noch einmal unmissverständlich klarmachen, dass die Party am Ballermann nun endgültig vorbei ist.

Gleichzeitig rührt sie die Werbetrommel für einen Qualitätstourismus auf Mallorca: Die Balearen stünden für einen qualitativen und nachhaltigen Tourismus mit Sport, Kultur und kulinarischen Erlebnissen. Das bereits 2019 begonnene Maßnahmenprogramm gegen den Sauftourismus gehe nun weiter, so Armengol.

Man setze auf einen „qualitativen und verantwortungsvollen“ Tourismus, unterstrich die Politikerin. Und die Coronakrise spielt der Regierung dabei nun offenbar in die Karten.

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